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Milben

Verfasst: Freitag 17. August 2018, 23:22
von Blubb0r
Heyho,

da ich zu dem Thema hier nicht sonderlich viel finden konnte, was sich direkt auf die Krebse bezog, mach ich einfach mal eins auf. Vielleicht hilfts ja jemandem bei der Kontrolle seiner Tiere.

Offenbar gibt es, so scheint es zumindest, auf Landeinsiedlekrebse spezialisierte Milben. Wie auf den angehängten Bildern zu sehen orange-rot, rund und so groß wie das Jungtier einer Zecke. Die Milben sitzen in der Regel an den Seiten des Peraeons nahe der 4. Peraeopoden, daher leider auch ziemlich umständlich zu entfernen. Die Eier werden, wie es scheint, in der Regel auf den Innenseiten der Augenstiele abgelegt und bilden eine weiße Fläche mit rundlichen Abstufungen. Die Eier lassen sich nicht ohne Weiteres entfernen, sondern liegen wie eine Kalkschicht auf. Geschlüpft sind sie in meinem Fall während der Häutung, zumindest kam der Krebs ohne Eier und mit vielen neuen Milben ans Tageslicht. Eventuell ist das auch der Auslöser für den Schlupf(?)
Geschadet haben die Milben meinen Tieren, soweit man das äußerlich erkennen kann, nicht. Auffälliges Verhalten, Versuche die Milben loszuwerden, konnte ich auch nicht beobachten.
Weder den Eiern noch den Milben selbst hat Salzwasser geschadet, abspühlen sowieso nicht. Lediglich in der Watte von abgezupften Ohrenstäbchen haben sich die Milben mit etwas Glück mal verfangen.

Falls jemandem noch was besseres als die Ohrenstäbchen/Pinsel-Variante einfällt, gerne raus damit.
Ansonsten kann ich empfehlen, bei neuen Krebsen immer einen Blick zwischen die Augen zu werfen und gut über den Beinansätzen auf die Seiten zu schauen

Mit freundlichen Grüßen,

Blubb0r

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Eier an den Augenstielen:
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Verfasst: Montag 20. August 2018, 21:39
von Dany
Leider habe ich derzeit auch keine Tipps, die ich dir geben könnte.

Das bei Rugosus solche weiße Krusten an den Augen auftreten wurde schon häufig berichtet, allerdings noch nie mit Milben in Verbindung gebracht.

Milben an sich gibt es leider schon, besonders Blutmilben schaden den Krebsen.
Vermutlich schwächen alle Milben ihre Wirte, schließlich sind es Parasiten.

Bei anderen Arten wurde das soweit ich mich entsinne noch nicht beobachtet. Vielleicht sind diese Milben daher sogar auf die LEK-Art spezialisiert.
Hast du noch andere Krebsarten oder nur C. rugosus?

Spezialisierte Milben (egal ob auf eine oder alle LEk-Arten) werden sich bestimmt nicht von Salzwasser abschrecken lassen, denn das gehört ja zum normalen Leben der LEKs dazu.
Bei Blutmilben wurde schon beobachtet, dass sie mit Meerwasser zu vertreiben sind. Vermutlich waren das dann Milben, die ursprünglich nicht Krebse als Wirte haben.

Verfasst: Montag 20. August 2018, 21:39
von Dany
Leider habe ich derzeit auch keine Tipps, die ich dir geben könnte.

Das bei Rugosus solche weiße Krusten an den Augen auftreten wurde schon häufig berichtet, allerdings noch nie mit Milben in Verbindung gebracht.

Milben an sich gibt es leider schon, besonders Blutmilben schaden den Krebsen.
Vermutlich schwächen alle Milben ihre Wirte, schließlich sind es Parasiten.

Bei anderen Arten wurde das soweit ich mich entsinne noch nicht beobachtet. Vielleicht sind diese Milben daher sogar auf die LEK-Art spezialisiert.
Hast du noch andere Krebsarten oder nur C. rugosus?

Spezialisierte Milben (egal ob auf eine oder alle LEk-Arten) werden sich bestimmt nicht von Salzwasser abschrecken lassen, denn das gehört ja zum normalen Leben der LEKs dazu.
Bei Blutmilben wurde schon beobachtet, dass sie mit Meerwasser zu vertreiben sind. Vermutlich waren das dann Milben, die ursprünglich nicht Krebse als Wirte haben.

Re: Milben

Verfasst: Dienstag 21. August 2018, 02:12
von Blubb0r
Ich habe nur C. rugosus genau. Diese Ei-Krusten sind mir in der Tat auch, was generell Bilder der Arten angeht, nur bei rugosus aufgefallen. Also durchaus möglich, dass es nur diese Art betrifft.

Da es bisher keine Auffälligkeiten gab, gehe ich fast davon aus, dass sich diese Milben eventuell nur an der Nahrung des Krebses beteiligen und ihn nicht aktiv schädigen. Es sind ja nicht alle Milben parasitär.
Zumindest gibt es keine sichtbaren Wunden oder ein Schwächeln des Krebses. Ich konnte auch nie beobachten, dass sich die Milben an den Gelenken oder nahe des Pleons aufgehalten hätten. Sprich sie waren nur an Stellen wo sie an sich ohnehin keinen Schaden anrichten konnten. Aber loswerden möchte ich sie natürlich trotzdem, da sie sonst einfach aufgrund der Anzahl störend für den Krebs sind.

Ja das war auch ein weiterer Grund wieso ich diese Spezialisierung vermute.
Man wird wohl letztendlich nicht drum herum kommen, sie direkt abzusammeln.