LEK tötet LEK

Haltungsberichte über Landeinsiedlerkrebse: Landeinsiedlerkrebs-Halter berichten über ihre Erfahrungen & Beobachtungen mit Landeinsiedlerkrebse.
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Charly
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LEK tötet LEK

Beitrag von Charly » Donnerstag 16. April 2015, 16:23

Hallo,
ich habe seit ungefähr 2 Jahren mehrere C. rugosus. Heute habe ich mein Terrarium sauber gemacht. Da saßen 2 Krebse nebeneinander. Als ich nach 10 Minuten wieder kam ( ich habe neues Wasser geholt), war das eine Haus leer. Der Krebs lag auf dem Boden und der andere saß oben drauf. Der Hinterleib des auf dem Boden liegenden war aufgerissen und der andere Krebs zog mit den Scheren an ihm herum.

Das dieser Krebs so aggressiv ist, ist mir schon vor ein paar Monaten aufgefallen. Ich hatte gerade 3 neue LEKs gekauft. Einer von ihnen hat sich gleich 2 Tage später gehäutet. Ich fand ihn dann ohne Haus und ohne Scheren und mit nur 2 Beinen. Ein anderer Krebs saß auf ihm drauf und hatte ein Bein in seinen Scheren. Ich habe die beiden getrennt und den verletzten in ein Haus gesetzt und isoliert. Dort sitzt er jetzt immer noch und man sieht schon neue Stummelchen von den Beinen und Scheren. Der andere Krebs ist der selbe der seinen Artgenossen heute getötet hat.

Ich denke das ist der Beweis, dass LEKs doch Artgenossen töten. Ich hoffe er macht es jetzt nicht wieder, da alle anderen LEKs im Terrarium größer sind als er.

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Curlz
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Beitrag von Curlz » Donnerstag 16. April 2015, 16:42

:redhermit: Hallo und herzlich Willkommen hier im Landeinsiedlerkerbs-Forum! :redhermit:

ich persönlich habe ein solches Verhalten nicht feststellen können.

Kleiner Zank beim 'ertasten' eines Schneckenhauses in dem bereits ein LEK wohnt, kamen vor. Der "Betaster" lies jedoch immer schnell vom anderen ab.

Die einzigen wirklich aggressiveren Verhalten stelle ich während der Paarungsphase fest. In der Zeit sind die Männchen sehr hinter den Weibchen her und belagern sie. Mit einer Tötung hat es nie geendet


Ein gesunder LEK wird sich meiner Erfahrung nach imm erwehren oder Schutz im Haus suchen.

Für mich klingt Dein Bericht eher nach einem geschwächten Tier, dass sich nicht mehr wehren konnte.

Die drei neuen LEKs haben, wie alle Wildfänge, eine lange, kräftezehrende Reise hinter sich, unter oftmals schlechten Bedingungen, bis sie bei uns in den Terrarien landen. Zwar können sich LEKs den Haltungsbedingungen anpasssen, das dauert jedoch seine Zeit und bedarf orpimalen Haltungsbedingungen und guter Ernährung. Bis ein LEK sich erholt hat und angepasst hast, kann es sehr lange dauern.

Die Tiere sind oft so geschwächt, dass sie eine Häutung nicht schaffen. Denn die kostet dem Krebs viel Energie, die er vermutlich nach der Reise einfach nicht mehr hat.

(das Transport Stress ist übrigens- so wie die Erfahrungen in versch. LEK Foren zeigen - die Haupt-Todesursache von LEKs. Die Zweite ist sdie falsche Haltung)


Dass der eine LEK sich am Abdomen (Hinterteil) oder an den Überresten zu schaffen macht, kommt daher, dass LEKs Alles- und Ass-Fresser sind.
Sie fressen bei der Häutung ihr eigenes Exoskelett - in dem sich viele Stoffe befinden die ein Krebs braucht. Daher wird er auch seine Artgenossen fressen.

Artgenossen töten, das tun sie nach meiner Erfahrung nach nicht.
Viele Grüße,

Curlz
und ihre Zwickis


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Erik
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Beitrag von Erik » Freitag 17. April 2015, 10:04

Hallo,

bist du dir auch sicher, dass der angegriffene Krebs überhaupt noch gelebt hat, als die beiden nebeneinander saßen?

Ein Foto des "Attentäters", besonders der Augenstiele, wäre auch ganz hilfreich.

Grüße

Erik
Coenobita:Interessantes und Wissenswertes über Landeinsiedlerkrebse.

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Beitrag von Charly » Freitag 17. April 2015, 11:13

Hey,
ja er hat gelebt. Er lebte auch noch als der andere an ihm herumgezerrt hat. Ist dann aber kurz nach dem ich ihn rausgenommen habe gestorben.
Dass sie Allesfresser sind, weiß ich, aber fressen sie auch noch Lebendiges? Ich dachte, wenn dann nur Aas.

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Beitrag von Dany » Freitag 17. April 2015, 18:44

Wenn er ihn heraus zerren konnte, war der andere schon extrem schwach.
Vermutlich wäre er so wie so kurz danach gestorben und der andere hat den Tod "gerochen". Wenn sich das Futter nicht wehrt oder zu sehr bewegt, dann fressen sie es eben auf. Das ist die Aufgabe von Krebsen und Krabben in der Natur.
Meine erste Clypie-Nachzucht
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